Von den Dolomiten bis ans Meer
Eigentlich wollte ich ja nur „kurz schauen“, welche Radreise es als nächstes werden könnte.
Jetzt sitze ich hier und freue mich mich bereits wie ein kleines Kind auf Weihnachten.
Warum ich euch das erzähle?
Weil es wieder einmal Zeit ist, eine Tour vorzustellen.
Im Juni geht es für mich nämlich auf eine mehrtägige Tour von den Dolomiten bis nach Triest an die Adria. Und ganz ehrlich: Die Mischung klingt fast schon unfair gut. Berge, italienische Dörfer, slowenische Landschaften, kleine Altstädte, gutes Essen und am Ende das Meer.
Also genau die Art von Reise, bei der man am Abend komplett erledigt ins Bett fällt und am nächsten Morgen trotzdem freiwillig wieder aufs Rad steigt.
Die Tour startet im Hochpustertal mitten in den Dolomiten. Von dort geht es entlang der Drau Richtung Osttirol, später weiter durch Italien und Slowenien bis nach Triest. Dazwischen warten Flusstäler, alte Bahntrassen, kleine Orte, Alpenpanorama und wahrscheinlich die eine oder andere Situation, in der ich mir denke:
„Wer hat bitte geglaubt, dass das eine gute Idee mit dem Anstieg war?“
Der Reiseverlauf klingt jedenfalls großartig:
Von Toblach beziehungsweise Niederdorf geht es zuerst Richtung Lienz, danach weiter durch Kärnten und Friaul. Später führt die Strecke über Bled und durch das Soča-Tal weiter Richtung italienische Adriaküste bis nach Triest. Insgesamt also eine richtige Alpen-Adria-Tour mit drei Ländern, völlig unterschiedlichen Landschaften und vermutlich tausenden Fotos am Handy.
Besonders angenehm:
Das Gepäck wird transportiert. Heißt:
Ich darf Radfahren, während mein Koffer die gemütlichere Variante der Reise genießt. Genau mein Konzept.
Mit dabei sind außerdem Übernachtungen in Hotels und Landgasthöfen, Frühstück, GPS-Daten, Reiseunterlagen, eine Zugfahrt in Slowenien sowie einzelne Transfers auf schwierigeren Abschnitten.
Und ich kenne mich:
Eigentlich freue ich mich jetzt schon auf die kleinen Dinge unterwegs.
Auf das erste Bier irgendwo in Italien.
Auf den Moment, wenn plötzlich das Meer auftaucht.
Auf die komplett unnötige zweite Portion Pasta nach einer langen Etappe.
Auf kleine Orte, die man sonst niemals sehen würde.
Und vermutlich auch darauf, irgendwo komplett verschwitzt in Radkleidung vor einem 4*-Hotel zu stehen und so zu tun, als wäre das absolut normal.
Natürlich werde ich unterwegs berichten.
Mit Fotos, Eindrücken, kleinen Geschichten und wahrscheinlich auch der einen oder anderen Erkenntnis darüber, warum man vor einer Radreise vielleicht doch ein bisschen mehr trainieren hätte sollen.
Aber genau darum geht’s ja eigentlich:
Nicht nur irgendwo anzukommen, sondern die Strecke dazwischen zu erleben.
Und ich hab das Gefühl, dass diese Tour genau so eine Reise wird.
Euer frassil