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Stadtparkbrunnen

Der Stadtparkbrunnen wurde Ende des 19. Jahrhunderts errichtet und zählt zu den schönsten Brunnen in Graz. Die zentrale Figur stellt Österreich dar, umgeben von den Flüssen Donau, Inn, Drau und Mur. Er symbolisiert die Verbundenheit der Kronländer und ist heute ein beliebter Treffpunkt im Stadtpark.

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Geschichte

Stadtpark, Brunnen und das Forum Stadtpark - Zwischen Geschichte, Natur und moderner Kunst

Heute wirkt der Park wie ein selbstverständlicher Teil der Stadt.
Tatsächlich war hier früher aber etwas völlig anderes:
ein freies Gelände vor den alten Stadtmauern - das sogenannte Glacis.

Dort, wo heute Menschen spazieren gehen, standen früher Soldaten, Verteidigungsanlagen und Exerzierflächen.
Erst im 19. Jahrhundert entstand die Idee, aus dem Gelände einen großen öffentlichen Park zu machen.

Verantwortlich dafür war vor allem der Grazer Bürgermeister Moritz Ritter von Franck.
Er setzte sich ab 1868 massiv dafür ein, dass Graz endlich eine große öffentliche Parkanlage bekommt.
Damals war das keineswegs selbstverständlich.
Viele wollten das Gelände verbauen oder wirtschaftlich nutzen.

Franck setzte sich trotzdem durch -
und genau deshalb gibt es den Stadtpark heute überhaupt.

Wenn du dich umschaust, entdeckst du ihm zu Ehren sogar ein Denkmal und eine sogenannte Franck-Eiche.

Der Park wurde schließlich nach dem Vorbild englischer Landschaftsgärten gestaltet:
geschwungene Wege, große Wiesenflächen, alte Alleen und bewusst möglichst natürlich wirkende Bereiche.

Und obwohl man mitten in Graz ist, vergisst man das hier erstaunlich schnell.

Der Stadtpark ist außerdem botanisch ziemlich spannend.
Hier stehen rund 2.000 Bäume und über 150 verschiedene Baumarten — darunter exotische Arten, die schon bei der Eröffnung des Parks gepflanzt wurden.
Besonders bekannt ist die riesige Kaukasische Flügelnuss, einer der beeindruckendsten alten Bäume der Stadt.

Rund um den Stadtparkbrunnen merkt man noch heute diesen leicht eleganten Charakter der Gründerzeit.
Der Brunnen selbst stammt aus dem 19. Jahrhundert und wurde ursprünglich sogar für die Wiener Weltausstellung geschaffen.

Außerdem findest du überall im Park Denkmäler, Büsten und Skulpturen.
Peter Rosegger, Robert Stolz, Johannes Kepler oder Moritz von Franck -
der Stadtpark wurde mit der Zeit fast zu einer kleinen Freiluft-Geschichtsgalerie von Graz.

Und dann steht hier plötzlich noch etwas komplett anderes:
ein riesiger Nagel.

Der sogenannte Stadtpark-Nagel des Künstlers Hartmut Skerbisch gehört zu den bekanntesten modernen Kunstwerken der Stadt.
Bis heute diskutieren Grazer darüber, ob das genial, seltsam oder einfach typisch Kunst ist.

Ganz in der Nähe befindet sich außerdem das Forum Stadtpark.

Von außen wirkt das Gebäude eher unscheinbar.
Kulturell war es aber jahrzehntelang einer der wichtigsten Orte für moderne Kunst, Literatur und Musik in Österreich.

Hier begannen Karrieren von Künstlern und Autoren wie Peter Handke, Barbara Frischmuth oder Alfred Kolleritsch.
Das Forum war immer bewusst ein bisschen experimenteller als klassische Kulturhäuser.
Weniger Opernball.
Mehr kreative Ideen.

Und genau das macht den Stadtpark spannend:
Zwischen alten Bäumen, historischen Denkmälern und ruhigen Wegen tauchen plötzlich moderne Kunst, alternative Kultur und ein riesiger Nagel auf.

Graz schafft solche Kombinationen erstaunlich oft.

Fotos

Stadtparkbrunnen Stadtparkbrunnen

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