Wenn der Lendplatz das Wohnzimmer des Viertels ist, dann ist der Mariahilferplatz wahrscheinlich die Terrasse mit der besten Aussicht.
Denn von hier hat man einen der schönsten Blicke auf den Schlossberg und den Uhrturm.
Vor allem am Abend, wenn die Sonne langsam hinter dem Schlossberg verschwindet und die ersten Lichter angehen, versteht man ziemlich schnell, warum viele Grazer diesen Platz so mögen.
Direkt am Platz steht die Mariahilferkirche.
Mit ihren zwei markanten Türmen gehört sie zu den bekanntesten Kirchen der Stadt.
Erbaut wurde sie im Barockstil und war lange Zeit eng mit dem angrenzenden Minoritenkloster verbunden.
Das Minoritenkloster selbst zählt zu den ältesten Klosteranlagen in Graz.
Schon seit dem 17. Jahrhundert leben und arbeiten hier Minoritenmönche.
Heute finden in den Gebäuden außerdem kulturelle Veranstaltungen, Konzerte und Ausstellungen statt.
Besonders bekannt ist die Minoritensaal-Anlage.
Sie gilt als einer der schönsten Veranstaltungsorte der Stadt.
Von klassischer Musik über Jazz bis zu modernen Kulturveranstaltungen findet hier das ganze Jahr über vieles statt.
Die Kombination aus historischen Mauern und moderner Kultur passt eigentlich perfekt zu Graz.
Wenn ihr euch hier ein wenig umseht, merkt ihr schnell:
Der Mariahilferplatz ist heute deutlich mehr als nur ein Kirchenplatz.
Er ist Treffpunkt, Veranstaltungsort und einer jener Plätze, an denen Graz besonders lebendig wirkt.
Im Sommer sitzen überall Menschen draußen.
Im Winter verwandelt sich der Platz regelmäßig in das sogenannte Winter Wonderlend.
Und ja — der Name ist tatsächlich ein Wortspiel aus Winter Wonderland und Lendviertel.
Typisch Graz eigentlich.
Dann gibt es Punschstände, Lichter, Musik und eine gemütliche Atmosphäre direkt vor der Kirche und mit Blick auf den Schlossberg.
Viele Grazer mögen den Weihnachtsmarkt hier besonders gern, weil er etwas entspannter und weniger touristisch wirkt als die großen Märkte in der Innenstadt.
Rund um den Platz hat sich außerdem eine beeindruckende Gastro-Szene entwickelt.
Direkt hier befindet sich das Caylend — beliebt für Frühstück, Kaffee und entspannte Nachmittage.
Das Hummel ist eines der bekanntesten Cafés und Restaurants der Gegend und praktisch immer gut besucht.
Der Mohrenwirt verbindet traditionelle Wirtshausküche mit modernem Stadtviertel-Flair.
Und dann gibt es noch die Scherbe.
Die gehört für viele Grazer fast schon zum Pflichtprogramm.
Frühstück, Mittagessen, Abendessen — oder einfach nur ein Kaffee zwischendurch.
Die Scherbe ist eines dieser Lokale, bei denen man selten nur kurz bleibt.
Auch Brot und Spiele liegt ganz in der Nähe.
Ein Klassiker für Studenten, Nachtschwärmer und Menschen, die um zwei Uhr früh plötzlich glauben, dass ein Toast oder Burger jetzt eine ausgezeichnete Idee wäre.
Überhaupt merkt man hier schnell:
Der Mariahilferplatz verändert ständig seine Stimmung.
Tagsüber ruhig und entspannt.
Am Nachmittag voller Leben.
Am Abend treffen sich hier Studenten, Grazer, Touristen, Konzertbesucher und Nachtschwärmer.
Und über allem thront der Schlossberg.
Egal wo man hier sitzt — irgendwann wandert der Blick automatisch nach oben zum Uhrturm.
Das macht diesen Platz so besonders.
Historische Kirche.
Kloster.
Kulturveranstaltungen.
Szeneviertel.
Gastgärten.
Und dazu einer der schönsten Ausblicke der Stadt.
Eigentlich ist der Mariahilferplatz genau jener Ort, an dem viele Besucher plötzlich merken:
Graz fühlt sich nicht wie eine große hektische Stadt an.
Sondern eher wie eine Stadt, in der man sehr schnell Lieblingsplätze findet.