Sichtbarkeit in Graz: Licht an, Hirn ein.
Mai 2026, die Tage werden länger, die Abende lauer. Eigentlich super zum Radfahren. Wäre da nicht diese hartnäckige Angewohnheit vieler, sich quasi unsichtbar durch die Grazer Nacht zu bewegen. Ich frage mich jedes Jahr aufs Neue, ob das Absicht ist.
Gerade jetzt, wo es abends zwar spät dunkel wird, aber dann doch schlagartig, sieht man sie wieder: Die Ninja-Radler. Komplette Tarnung in Schwarz, kein Licht – weder vorne noch hinten. Am Murradweg, beim Jakominiplatz oder am Grieskai, sie tauchen aus dem Nichts auf. Manchmal frage ich mich, ob die Leute glauben, ihr inneres Leuchten reicht aus, um von einem Auto gesehen zu werden. Spoiler: Tut es nicht.
Dabei ist es keine Raketenwissenschaft:
Licht vorne und hinten. Fest am Rad montiert, nicht in der Hosentasche.
Reflektoren. Ja, die kleinen Dinger an den Speichen und Pedalen helfen wirklich.
Helle Kleidung. Muss ja kein Leuchtohr sein, aber ein heller Rucksack oder eine Jacke machen schon einen Unterschied.
Es geht nicht darum, wie gut du siehst. Es geht darum, wie gut du gesehen wirst. Gerade in der Stadt, wo Autofahrer oft schon mit genug Ablenkung kämpfen. Ein kleines Licht am Rad erspart dir vielleicht den Besuch in der Notaufnahme und dem Autofahrer eine Menge Ärger. Denk drüber nach, wenn du das nächste Mal im Dunklen losfährst.
Wie sieht's bei dir aus? Zeig uns dein Setup für die dunklen Stunden – am besten mit Blick auf die Mur! #bikegraz auf Instagram oder Bluesky.